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Aussteiger oder Einsteiger

Hallo Ihr lieben Zuhause Gebliebenen …

Zum vierten mal gehen Elke und ich auf eine neue Weltreise. Für viele Freunde und selbst für unsere Familie schwer nachvollziebar. Wieder einmal eine Reise ins Ungewisse, immer auf der Suche nach neuen Kulturen, großen und kleinen Abenteuern, atemberaubenden Landschaften, interressanten und liebenswerten Menschen mit ihren verschiedensten Religionen und nicht zuletzt nach den Hochgenüssen der Esskultur und des Weines.

Elke und Louis Vor 20 Jahren, kurz nachdem ich Elke kennen lernte, wagten wir unsere erste große Reise mit dem Fahrrad um diesen wunderschönen Erdball. Seit dieser Zeit sind wir infiziert: wir arbeiten und leben nur noch für unsere Reisen, die wir als große Passion und Lebensphilosophie ansehen. Wenn wir so zurückblicken auf die vergangenen Jahre können wir es selbst kaum glauben, dass wir sieben Jahre in verschiedenen Abschnitten auf unseren Fahrrädern um die Welt radelten und dabei über 100.000 Kilometer zurücklegten.

Hunger und Durst, flimmernde Hitze bis zu 60 Grad, Tausende von Kilometern Gegenwind, orkanartige Unwetter sowie gefährliche Situationen mit Autos und LKWs auf den Straßen dieser Welt machten diese Reisen nicht immer gerade einfach. Doch wenn man zurückblickt, vergißt man all diese Strapazen; was bleibt ist die gute Erinnerung an die vielen Begegnungen liebenswerter Menschen. Die vielen unterschiedlichen Naturlandschaften, mit denen wir so oft im Einklang lebten und dadurch großes Glück empfanden. Glück und Leid mit seinem Partner und anderen Menschen zu teilen ist ein großes Gut, was man sich bewahren sollte. Dazu gehört eine ordentliche Portion Mut und Toleranz, auch wenn wir so vieles manchmal nicht verstehen, so sollten wir es doch akzeptieren.

Freude zu teilen ist etwas wunderbares. Was nützt der schönste Sonnenuntergang, wenn ich alleine am herrlichsten Strand der Welt sitze und was nützt die beste und teuerste Flasche Wein der Welt, wenn ich sie alleine trinken muss.

Wer so wie Elke und ich auf eine abwechslungsreiche, gemeinsame Zeit und Partnerschaft zurückblickt, hat keine Probleme, trotz vieler Turbulenzen auf dieser Welt mit viel Mut und Respekt auf das, was kommen wird, eine neue Reise um die Welt zu wagen. Nicht immer ist es einfach, 24 Stunden mit demselben Partner permanent zusammen zu sein. Oft gibt es Spannungen oder Missverständnisse, die ausgesprochen und Probleme, die schnellstens behoben werden müssen. Denn sonst ist eine längere, gemeinsame Reise nicht möglich.

Da hat es der Alleinreisende in dieser Beziehung leichter: kein Jammern, kein Klagen, niemand geht ihm auf den Wecker. Wenn er flexibel und aufgeschlossen ist, kann er ohne Rücksicht seine Reise jederzeit verändern, er wird Kontakte knüpfen wie es einem Paar nicht möglich ist. So hat alles seine Vor- und Nachteile.

Für Elke und mich ist jedoch klar, dass wir diese neue Weltreise nur gemeinsam erleben möchten. Viele Freunde, die von unserer neuen Reise erfahren haben, fragten uns: “Stimmt das, dass ihr wieder aussteigt?“. Da müssen wir lachen: “Wir sind doch keine Aussteiger, nein …“, sagt Elke, “Wir sind Einsteiger, wir steigen ein in einen neuen Lebensabschnitt…“.

Mit den liebsten Grüßen
Die Weinschmitts
Elke und Louis

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