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<<< Welcome to my Nepal Skype Party >>>

Der Tod schmeckt süßlich bitter

Hallo Ihr lieben Zuhause Gebliebenen ...
Der freundliche Besitzer unseres Gästehauses kocht uns noch in der Nacht eine heiße Nudelsuppe, dazu trinken wir unser erstes nepalesisches, gut gekühltes Bier. Elke meint, was kann das leben doch so schön sein. Vor ein paar Stunden hatten wir noch Todesängste und jetzt sitzen wir hier in einem schönen Garten und fühlen uns wie die Könige. Am nächsten Morgen erkunden wir die rund 200.000 Einwohner zählende Stadt Pokhara, die auf etwa 850m liegt. Wir laufen hinunter zum Phewa Lake, wo wir an Banken, Reisebüros, Läden für Trekkingbedarf und unzähligen Souvenir-Shops vorbei kommen. Elke entdeckt den ersten Supermarkt, in dem wir wie zwei Kinder in einem Spielzeugladen herum laufen. Ich entdecke sofort das Weinregal, das mit Weinen aus Chile, Süd-Afrika, Australien und sogar aus Frankreich und Italien gefüllt ist. Die Weißweine sind alle total veraltet und nicht mehr genießbar, dafür sieht es im Rotweinbereich besser aus, sogar die Preise von 4 bis 8 Euro sind für uns bezahlbar.
Als wir auf die Straße kommen lernen wir einen Amerikaner auf seinem Motorrad kennen.W ir fragen ihn nach einem Australier, der mit einer silbernen Bullet unterwegs ist. Ja natürlich, ihr sucht sicherlich den verrückten Sam, den kennt hier mittlerweile jeder, der wohnt im Simrit Hotel. Sofort machen wir uns auf die Suche nach Sam, den wir beim Fernsehen gucken, einer seiner Lieblingsbeschäftigungen erwischen. Knapp fünf Wochen sind seit unserem letzten Wiedersehen vergangen, die Freude ist groß und sie steigert sich noch, als Sam zur Feier des Tages eine Flasche Wein aus dem Kühlschrank holt. Seit 211 Tagen öffne ich zum ersten Mal wieder eine Flasche Wein, ein unbeschreibliches Gefühl steigt in mir hoch, das war meine bisher längste Weinabstinenz. Es gibt den schönen Spruch, das Leben ist zu kurz um einen schlechten Wein zu trinken, diesen Spruch wollte ich heute nicht gelten lassen. Der etwas zu hochfarbene und mit einem Alterston behaftete Chardonnay lief mir trotz Essigstich wie honigfarbenes Gold die Kehle hinunter. Sam erzählt uns, dass Pokhara das reinste Schlaraffenland im Gegensatz zu Indien ist. Das Essensangebot ist riesig, es gibt vom Italiener und Japaner bis zum Chinesen einfach alles und heute Abend lade ich euch zum Steakessen ein. Bei einem saftigen, mindestens 350 Gramm schweren Filetsteak und einem hervorragend schmeckenden Carbernet Sauvignon erzählt uns Sam von seiner Entdeckung.

Ich habe für unsere bevorstehende Skype-Party eine Burg gefunden, es ist ein richtiges Resort mit einer atemberaubenden Aussicht, das nicht nur einen Anschluss fürs Internet hat, sondern auch ein schönes Schwimmbad hat. Es gehört einem Irländer und seiner portugisischen Frau, sie wollen euch unbedingt kennen lernen. Das Castle Resort, das wir schon von weitem sehen, liegt ungefähr 200m über dem See. Der Besitzer Joe hat es direkt auf einen Kamm gebaut und Sam hatte nicht übertrieben: das, was wir hier sehen, ist das Paradies auf Erden, jedenfalls auf den ersten Blick. Es gibt ein Restaurant, eine irische Bar, ein Schwimmbad, drum herum Sitzgelegenheiten mit Blick über den See, zwei Burganlagen mit romantischen Zimmern und vier kleine Bungalows mit eigenem Garten. Das alles wiederum steht in einem Garten Eden voller bunter singender Vögel. Sofie und Joe empfangen uns sehr herzlich und wir sind uns sofort sympathisch, was dazu führt, das wir mindestens eine Flaschen Wein zu viel trinken.

Der richtige Platz für unsere erste nepalesisch-deutsche kulinarische Weinverkostung über Skype ist gefunden. Das australische Päarchen Trudi und China sind von Kathmandu aus auf dem Weg nach Pokhara und Even kämpft sich mit seinem Motorrad von Indien her kommend durch große Wassermassen. Spätestens in einer Woche müsste auch er hier sein, dann wären wir komplett. Unsere deutschen Freunde Martina und Remy waren einen Monat zuvor auf einer Trekking Tour in Nepal, sie haben uns zur großen Freude Wein vom Weingut Stachel in einem Hotel hinterlegt. Da wir noch mehr verschiedene Weine für unsere Party benötigen, machen wir uns auf in die Hauptstadt Kathmandu.

Viele Reisende beschreiben Kathmandu als stinkendes Dreckloch, wir haben diese pulsierende Stadt anders erlebt, vielleicht haben wir auch eine andere Hemmschwelle. Wie wir unseren Wein aus der Heimat gefunden haben, welche Gefühle ein stück Heimat auslösten, wie wir die Hinduverbrennungen am heiligen Bagmati-Fluß erlebt haben ...

Das alles ist demnächst in unserem neuen Buch
"Weinschmitt's kulinarische Weltreise" zu lesen ...

Mit den liebsten Grüßen
Die Weinschmitts
Elke und Louis

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