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Men at Work

Hallo Ihr lieben Zuhause Gebliebenen ...
In Keylong finden wir in einem freundlichen Gästehaus ein einfaches Zimmer mit einem kleinen Balkon, auf dem wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen. Wir sitzen nebeneinander, schauen nach oben in die Berge und jeder versucht, das Erlebte der letzten Wochen zu verarbeiten. Elke sagt: „Es war eine gute Entscheidung, nach Kaschmir und Ladakh zu reisen. Ich bin froh, dass ich diese liebenswerten Menschen und ihre Jahrhunderte alte Kultur kennen lernen durfte.“ Dabei wird Elke sehr melancholisch und ich nehme sie in den Arm und sage zu ihr. Das ist eben unsere Reise, sie ist etwas ganz Besonderes, was man nicht mit Geld bezahlen kann und außerdem sind wir ja noch am Anfang. Ich bin fest davon überzeugt, dass noch viele Erlebnisse und Abenteuer auf uns warten.
Am nächsten Morgen kommen wir nur sehr schwer aus den Betten, unsere Knochen tun uns von der harten Überfahrt immer noch weh, deshalb beschließen wir, noch ein zwei Tage länger zu bleiben. Keylong ist die Hauptstadt von Lahaul. Es hat 1900 Einwohner und liegt auf einer Höhe von 3300 Metern, so niedrig waren wir die letzten zwei Monate nicht mehr. Wenn die Bergpässe offen sind, ist es eigentlich nur ein Übernachtungsstopp für Touristen, die von Manali nach Leh reisen. Dabei hat diese dünn besiedelte Region mit ihren 12000qkm schneebedeckter Berge und Hochgebirgswüsten Einiges zu bieten. Von hier aus kann man Ausflüge zu einigen Bergdörfern und zu mittelalterlichen Klöstern machen, die wunderbarerweise vom Massentourismus noch völlig unberührt sind. Elke und ich schlendern durch die engen Gassen von Keylong und folgen den interessanten Pfaden der Bergbauern, die hier schon das erste Gemüse anbauen. Die sehr steilen Steintreppen führen immer wieder in kleine Siedlungen, wo wir das einfache Leben der Menschen beobachten können. Am Abend stärken wir uns noch einmal mit einer Nudelsuppe und einem kalten Bier, bevor wir morgen früh die letzten 120 Kilometer in die Zivilisation nach Manali angehen.

Wie wir es geschafft haben, durch unzählige Schlaglöcher, an Baustellen vorbei, wo hart schuftende Frauen mit ihren Kindern arbeiten, mit einem betrunkenen Jeepfahrer auf den Kahtong La, was soviel heißt wie "ein Haufen toter Köpfe" und mit verrückten Indern, die sich nach Manali ein Wettrennen liefern ...

Das alles ist demnächst in unserem neuen Buch
"Weinschmitt's kulinarische Weltreise" zu lesen ...

Mit den liebsten Grüßen
Die Weinschmitts
Elke und Louis

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