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Buddhistische Klöster

Hallo Ihr lieben Zuhause Gebliebenen ...
Wir haben uns schon viele Gompas, buddhistische Klöster, angeschaut, doch Elke fehlen noch ein paar wichtige, außerdem findet nächste Woche in Lamayuru das Maskenfest statt, was sich Elke auf keinen Fall entgehen lassen will. Da es mit dem Fahrrad sehr mühsam und zeitaufwendig ist, mieten wir uns ein Motorrad. Sam und Even sind sofort mit von der Party. Allerdings kann unsere Maschine mit den schweren Bulletmaschinen der Aussies nicht mithalten.
Schon früh am Morgen fahren wir über die Vorstadt Choglamsar zur Sommerresidenz des Dalai Lama, wo er sich überwiegend im August aufhält. Dieser neue spirituelle Ort ist für viele Tausende tibetische Flüchtlinge zur neuen Heimat geworden. Einige Kilometer weiter liegt Shey, die frühere Sommerhauptstadt Ladakhs. Der Herrscherpalast, der immer noch als religiöse Stätte genutzt wird, sieht ziemlich ramponiert aus und die dahinter stehende Burgruine, von der man einen atemberaubenden Ausblick über das Industal hat, stellt meinen Gleichgewichtssinn mächtig auf die Probe. Weitere zwei Kilometer entfernt erreichen wir die Thiksey-Gompa, die praktisch eine Stadt im Kloster ist. Hier leben und arbeiten Hunderte Mönche in weiß getünchten Hütten. In der östlichen Gebetshalle befindet sich eine beeindruckende 14m hohe Statue, sie symbolisiert den Buddha der Zukunft und trägt einen Kopfschmuck, der mit prachtvollen Juwelen verziert ist. Wir fahren weiter zur Stakna-Gompa die auf einem kleinen Hügel über dem Indus steht. Sie wurde von einem Lama aus Bhutan im 16.Jh. gegründet und der buthanische Einfluss ist an den Wandmalereien noch gut zu erkennen.

Die wohl beeindruckendste, großartigste und ehrwürdigste ist die Hemis-Gompa, sie liegt abgeschirmt und versteckt hinter einer engen Schlucht. Sobald man das Kloster entdeckt hat, wird einem bewusst, welches Ausmaß dieses Bauwerk hat. Drei Gebetshallen führen auf einen riesigen Innenhof, der im Juni zum Feiern der Geburt von Padmasambhava mit dreitägigen Maskentänzen genutzt wird. Alle 12 Jahre, das nächste mal 2016, wird die große Thangka, ein rechteckiges Gemälde aus Stoff entrollt, es ist 12 m breit und 4 Stockwerke hoch. Unsere zwei Australier haben mit Kultur nicht allzuviel am Hut, sie haben genug von alten Gebäuden und einer noch älteren Religion. Deshalb fahren wir am späten Abend mit den beiden zurück nach Leh und essen bei einer alten Tibetianerin frische Momos gefüllt mit Yakkäse und Spinat ...

Die Faszination, in einer Jahrhunderte alten Kultur herum zu stöbern, bewegt Elke und mich auf eine ganz besondere Art und Weise. Hinzu kommen diese liebenswerten Menschen, bei denen wir das Gefühl haben, die Zeit stehe still. Einer unserer Höhenpunkte bei den buddhistischen Mönchen ist das Maskenfest in Lamayuru ...

Das alles ist demnächst in unserem neuen Buch
"Weinschmitt's kulinarische Weltreise" zu lesen ...

Mit den liebsten Grüßen
Die Weinschmitts
Elke und Louis

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